Krisenschulungen in und an Schulen

Ziel

Die Dienstbesprechung „Krisenmanagement in und an Schulen Teil 1 und Teil 2“ dienen der Sensibilisierung von Pädagogen und Pädagoginnen hinsichtlich möglicher Krisensituationen und stellen die Bewältigung derselben in den Mittelpunkt. Ziel ist es die Handlungskompetenz im Umgang mit schulischen Krisen zu erhöhen.

 

SchülerInnen in der Krise

Nach bedrohlichen Ereignissen wie der Amokfahrt in Graz (2015) benötigen vor allem Kinder unsere besondere Aufmerksamkeit. Wie sie das belastende Ereignis erleben und interpretieren ist abhängig von ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand. Weiters gilt es zu beachten, was das Kind erlebt hat und welche Bewältigungsstrategien ihm zur Verfügung stehen. Diese sind noch nicht so ausgeprägt wie die von Erwachsenen (Juen et al., 2004).

Es besteht die Gefahr, die psychischen Folgen einer erlebten Krisensituation bei Kindern zu unterschätzen. Bei einem Ereignis wie der Amokfahrt in Graz entsteht eine Lücke zwischen wahrgenommener Bedrohung und der Fähigkeit diese zu bewältigen. Die Grundannahmen des Kindes über sich selbst und die Welt werden erschüttert.

Seit 1. März 2017 wird dieses Projekt „Professionalisierung von schulinternen Koordinationsteams für Krisen Teil 1 “ umgesetzt.
Die Abteilung Schulpsychologie hält gemeinsam mit zwei Präventionsbeamten der Kriminalpolizei Besprechungen für schulinterne Krisenteams ab. Diese „Schulischen Koordinationsteams für Krisen“ haben die Aufgabe, bei auftretenden krisenhaften Situationen im Schulbereich für ein funktionierendes Krisenmanagement zu sorgen. Unerwartete Todesfälle von Schüler/innen oder Lehrer/innen, dramatische Gewalttätigkeiten im Schulbereich oder suizidale Handlungen.

Das sind nur einige von unerwarteten Situationen, mit denen eine Schulleitung plötzlich konfrontiert werden kann. Da ist es wichtig die richtigen schulinternen Maßnahmen zu setzen, um einerseits eine weitere Eskalation zu verhindern und andererseits aufgetretene Traumatisierungen zu verringern. Neben der Implementierung des schulinternen Koordinationsteams für Krisen wird auch ein möglicher Handlungsablauf bei einer schulischen Krise durchexerziert.

Der zweite Teil des Projektes startete im Herbst mit dem Schwerpunkt „Suizidalität im Jugendalter“. Besonders hingewiesen wird auf die entwicklungspsychologischen Besonderheiten im Jugendalter, die eine drohende krisenhafte Situation gleich zur Eskalation bringen kann.

Diese Schulungen werden in Kooperation mit der
AUVA – Landesstelle Steiermark und der Landespolizeidirektion Steiermark-Kriminialprävention durchgeführt.

Kontakt und weitere Informationen finden Sie HIER.